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Mit ein bisschen Optimismus und einem kleinen Lächeln…

Mit ein bisschen Optimismus und einem kleinen Lächeln…
Artikel vom:
31.12.2008
Artikel aus:
Bayerische Rundschau

Artikel Inhalt

Liebe Schübel-Freunde,

kaum war der Aufschwung in Sicht, und die Arbeitslosigkeit in Deutschland so niedrig wie lange nicht, da platzten die windigen Spekulationsgeschäfte der amerikanischen Großbanken und stürzten die Weltwirtschaft in eine globale Krise von noch nicht abschätzbaren Folgen. Folgen, die für keinen – noch so kleinen – Wirtschaftszweig ohne Nebenwirkungen bleiben werden. Die Wirtschaftskrise einerseits und steigende Rohstoffkosten andererseits haben auch in der deutschen Brauwirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Zudem machen sich immer mehr große nationale und gigantische internationale Konzerne breit und zerstören Stück für Stück Bierkultur und Biervielfalt.

Dies alles und noch dazu das leidige Ränkespiel in unserer Bayerischen Regierung sind nicht dazu angetan, Hoffnung und Vertrauen in uns zu erwecken. Doch angesichts von verheerenden Unwetter-Katastrophen und Hungersnöten, Kriegen und Bombenanschlägen, Piraterie und Flugzeugentführungen in anderen Ländern sollten wir uns immer wieder vor Augen halten: Eigentlich geht es uns gut! Und darum möchten wir jetzt mit Ihnen gemeinsam tief einmal durchatmen, das Negative um uns herum ein wenig positiv betrachten und unseren Blick öffnen dafür, wie gut es uns allen eigentlich geht:
Natürlich sind die Arbeitslosenzahlen nach wie vor erschreckend hoch und viele Menschen leben an der Armutsgrenze – doch im Gegensatz zu anderen Ländern haben wir immer noch ein soziales Netz, das niemanden verhungern lässt.

Freilich ist das Gesundheitssystem trotz „Gesundheitsreform“ marode und belastet unsere Geldbörsen mehr als je zuvor – doch brauchen wir uns auch weiterhin nicht davor zu fürchten, wie die Menschen in vielen anderen Ländern von Seuchen dahingerafft zu werden, weil die einfachsten Mittel für Impfungen und Antibiotika fehlen, und niemand muss jämmerlich sterben, weil er kein Geld für eine Blinddarmoperation hat.

Gewiss, unsere Regierung macht nicht den Eindruck, als würde sie es schaffen, unsere Probleme in den Griff zu bekommen, und die „besseren Zeiten“, von denen noch vor einem Jahr geträumt wurde, scheinen angesichts der Bankenkrise und ihren Folgen weiter entfernt zu sein, als je zuvor – doch wir leben in einer Demokratie, die uns alle Freiheiten lässt. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit in einer Welt, in der noch immer ganze Völker ein Leben voller Unterdrückung, Terror, Angst und Schrecken führen.

Es gibt eine Menge Probleme zu lösen, und wir alle müssen den Gürtel wohl auch im kommenden Jahr ein bisschen enger schnallen. Aber wir sollten nicht vor lauter Pessimismus und Sparen unsere Gemeinschaft vergessen und auf der Jagd nach dem Schnäppchen im Supermarkt den kleinen Laden um die Ecke übersehen, der ein wichtiger Bestandteil unserer Infrastruktur ist und dennoch wie die meisten Kleinunternehmen ums Überleben kämpfen muss. Der Metzger nebenan, der uns das schönste Bratenstück heraussucht, das gemütliche Gasthaus um die Ecke, wo es vom augenzwinkernden Wirt auch schon mal ein Schnäpschen umsonst gibt oder der Handwerker, der am Sonntagabend ohne horrend hohen Wochenendtarif mal eben schnell die Heizung repariert – das alles soll es auch in Zukunft noch geben. Denn Qualitätsware und guter Service sind viel mehr wert als der billigste Preis. Und darum danken wir allen, die unserer Brauerei und unserem Getränkestadel trotz der ach so modernen Slogans wie „Geiz ist geil“ und „Billiger geht’s nicht“ die Treue gehalten haben und laden Sie ein, mit uns gemeinsam wieder ein bisschen optimistischer in die Zukunft zu blicken, denn es stimmt wirklich: Eigentlich geht es uns gut!

…wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch
und ein erfolgreiches und zufriedenes 2009


Andrea Schübel-Münch, Jürgen Münch
und das komplette Team der Brauerei Schübel